Pflegekräfte retten Leben

Violeth 2 LR Am 12. Mai ist der internationale Tag der Pflege und wir finden dies ist ein Tag, an dem wir den medizinischen Pflegekräften auf der ganzen Welt für ihre großartige Arbeit danken sollten!

Wir alle kommen in unserem Leben einmal an einen Punkt, an dem wir ihre Hilfe brauchen. Tagtäglich setzen Pflegekräfte sich für Menschen ein, sind Tröster, Helfer, Heiler und Vermittler.

Eine von ihnen ist Violeth (26 Jahre, Foto). Sie lebt mit ihrem Mann in Kwekivu, Tansania. Das entlegene Dorf liegt mehr als 3 Stunden von der nächsten asphaltierten Straße entfernt. Die Gesundheitsstation, in der Violeth arbeitet, besteht aus zwei einfachen Räumen, es gibt nur ein Bett. Oft müssen die Patienten auf dem Boden liegen. Weil die Versorgung mit sauberem Wasser schlecht ist, kommen viele Patienten mit Durchfallerkrankungen, Typhus oder Cholera.
Schon als kleines Mädchen wollte Violeth Krankenschwester werden:

Ich liebe meinen Beruf, weil er mir die Möglichkeit gibt, meiner Gemeinde ganz konkret zu helfen. Viele Patienten, die zum ersten Mal in die Gesundheitsstation kommen, sind misstrauisch. Dann freue ich mich sehr, wenn ich ihr Vertrauen gewinnen kann und ihnen helfen kann. Besonders wenn sie unter starken Schmerzen leiden.

Amref Health Africa ist seit Anfang dieses Jahres in Kwekivu aktiv. Die Verbesserung der Sanitär und Hygienesituation an der Schule in Kwekivu ist dabei ein zentrales Vorhaben.

Schulkinder_KwekivuEine Regenwassernutzungsanlage wurde bereits installiert und im nächsten Schritt folgen neue Sanitäreinrichtungen für die Mädchen und Jungen. Zwar gibt es bereits einfache Latrinen nahe der Schule, doch diese sind überflutet.
Die Kinder verrichten ihr Geschäft deshalb im Freien. Dies wiederum fördert die Verbreitung von Durchfallerkrankungen und anderen wasserbezogenen Krankheiten massiv. Das Projekt, welches bis 2018 läuft, wird außerdem der nach wie vor verbreiteten Praktik der weiblichen Genitalverstümmelung entgegentreten. Hierzu wird Aufklärung über sexuelle und reproduktive Gesundheit und Familienplanung geleistet.
„Die neu errichte Regenwasser-nutzungsanlage an der Schule macht uns das Leben bereits jetzt viel einfacher. Wir haben bisher kein fließendes Wasser in der Gesundheitsstation. Bevor die Regenwasseranlage also gebaut wurde, musste jeder Patient sechs Liter Wasser mit in die Gesundheitsstation bringen. Können Sie sich vorstellen, wie eine kranke, schwache Person dieses Gewicht bis zur Gesundheitsstation trägt?“, so Violeth.