Äthiopien
Gut vernetzt im Kampf gegen Malaria

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Eines der effektivsten Mittel im Kampf gegen Malaria – Das Moskitonetz

Malaria stellt die größte Bedrohung für die Gesundheit der Menschen in der Region Afar im Nordosten Äthiopiens dar. Fast überall in der hauptsächlich von Nomaden besiedelten Gegend, die durch klimatische Extreme charakterisiert ist, kommt Malaria vor.

Malaria ist hier die Ursache Nummer eins für Krankheiten und Sterbefälle. Besonders schwer sind zumeist Kinder und schwangere Frauen betroffen. Dies ist umso tragischer, da Malaria behandelt werden kann und vermeidbar ist: Gezielte Aufklärung, Desinfektion und Schutz vor den krankheitsauslösenden Mückenstichen sind wirkungsvolle Instrumente, um Malaria einzudämmen.

Als Organisation, die Hand in Hand mit den lokalen Gemeinschaften arbeitet, engagiert sich Amref Health Africa in Afar deshalb bereits seit 2005 für die Prävention und Therapie von Malaria. Im Zuge dessen werden die Menschen in der Region mit den nötigen Kenntnissen, Fähigkeiten und Mitteln ausgestattet, um Malaria zu bekämpfen, gesund zu bleiben und den Teufelskreis von Krankheit und Armut zu durchbrechen.

Was Amref in Afar konkret leistet

Mit finanzieller Unterstützung durch die PRANA-Stiftung fördert Amref Health Africa in Afar die Prävention und Therapie von Malaria, damit deutlich weniger Menschen daran erkranken und sterben. Eine zentrale Rolle im Kampf gegen Malaria spielt die Verteilung von Moskitonetzen, die mit Insektiziden behandelt sind. Sie schützen gegen Stiche der weiblichen Anophelesmücke, welche Malaria überträgt, und sind das einfachste Mittel zur Vorbeugung:

Würden sich nur 75 Prozent der Menschen in Afar mit einem Moskitonetz schützen, könnten 90 Prozent aller Malaria-Infektionen in der gefährdeten Region vermieden werden.

Bei dieser und allen weiteren Maßnahmen setzt Amref Health Africa auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Menschen direkt vor Ort: Geschulte Gesundheitshelferinnen und Gesundheitshelfer verteilen die Netze in den Gemeinden und erläutern, wie man sie richtig verwendet und wie wichtig die Malaria-Schutz- und -Kontrollmaßnahmen sind, vor allem für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen: Kinder und werdende Mütter.
Etwa 30 Prozent aller Todesfälle von Frauen während der Schwangerschaft und kurz nach der Geburt werden durch Malaria verursacht, und bei Kindern unter 5 Jahren ist die Krankheit die häufigste Todesursache.

Neben dieser intensiven Gesundheitsaufklärung und -beratung unterstützt Amref Health Africa Einrichtungen des Gesundheitswesens dabei, Malaria genauer zu diagnostizieren und dadurch gezielter behandeln zu können. Schließlich gibt es verschiedene Arten von Malaria, die unterschiedlich schwer verlaufen und eine jeweils individuelle Behandlung erfordern.

Das hat Amref in Afar bislang erreicht

  • 99.000 Moskitonetze wurden an schwangere Frauen und Kleinkinder in 11 Bezirken verteilt. 99 Prozent der Haushalte im Projektgebiet erhielten je zwei Netze.
  • Gemeinden in diesen Bezirken wurden darin geschult, die neuen Moskitonetze richtig zu benutzen und eine Malaria-Infektion zu verhindern.
  • Es wurden 300 Koordinatoren und Koordinatorinnen ausgebildet, um Familien dabei zu helfen, sich zu Hause vor Malaria zu schützen.
  • Das Projekt wurde erweitert, um Menschen in noch mehr gefährdeten Bezirken vor Malaria zu schützen.