Gegen den Hunger

Die Vereinten Nationen schlagen Alarm. Der Grund: Ihr dramatischer Appell für die Hungernden in Ostafrika scheint zu verhallen. Auch die mediale Aufmerksamkeit ist mittlerweile verpufft. Und gerade deshalb müssen wir uns dafür einsetzen, dass die Millionen bedürftigen Menschen nicht vergessen werden. Denn Realität ist: Dürre und Hunger bestimmen das Leben der Menschen in weiten Teilen Ostafrikas. Seit der Gründung der UN waren noch nie so viele Menschen vom Hungertod bedroht, es wird die größte humanitäre Katastrophe seit 1945 befürchtet. Doch was können wir tun, angesichts der unfassbar großen Menge an Hilfsbedürftigen?

AE_0911_0577_kleinDer Notfallplan von Amref Health Africa umfasst zwei Komponenten  – die sofortige Versorgung hungerleidender Menschen mit Notnahrung und die vorbeugende Präventionsarbeit in den Regionen, die allen Prognosen zufolge in den kommenden Monaten zusätzlich Dürre und Hunger erfahren werden. Insbesondere Frauen und Kinder in weiten Teilen des Südsudans werden dann unter Mangelernährung leiden und müssen jetzt durch den Anbau dürreresistenter Pflanzen und die nachhaltige Versorgung mit sauberem Wasser auf die kommenden Monate vorbereitet werden.

Adjumani: Nahrungsmittelversorgung an den Schulen

Eine der Regionen, in denen wir jetzt mit Nahrungsmittellieferungen Unter- und Mangelernährung verhindern können, ist Adjumani (Uganda). Hier kommen derzeit täglich knapp 3.000 südsudanesische Flüchtlinge an, die vor dem Krieg und dem Hunger im eigenen Land fliehen. Das sind viel mehr Menschen, als versorgt werden können. Insgesamt leben in Adjumani derzeit 222.000 südsudanesische Flüchtlinge, 86% von ihnen sind Frauen und Kinder.

Es mangelt vor allem an ausreichend Nahrung. Insbesondere Kinder leiden unter den gesundheitlichen Folgen der Mangelernährung. Ihre körperliche und geistige Entwicklung ist häufig eingeschränkt und ihr Immunsystem schwach entwickelt.

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In Adjumani gibt es nicht genügend Klassenräume. Der Unterricht findet im Freien statt.

Um diese Kinder in Adjumani gezielt versorgen zu können, verteilen wir Nahrungsmittel an den Schulen. Hier erhalten sie so die einzig verlässliche Mahlzeit mit wertvollen Nährstoffen, wie Vitaminen und Mineralstoffen.

Auf dieser Seite halten wir Sie in den kommenden Wochen über das Projekt in Adjumani auf dem Laufenden. Derzeit beginnt die Verteilung der ersten Lieferungen mit Notnahrung.